Marktbericht

Großviehmarkt trotzt Wetterkapriolen

Trotz schwieriger Witterungsverhältnisse fanden 182 Fleckviehtiere und viele Kaufinteressenten und Zuschauer den Weg in die Oberlandhalle, wenn auch zum Teil mit Verspätung. Nach einem verzögerten Beginn entwickelte sich eine zügige Versteigerung.

Die 25 aufgetriebenen Jungstiere konnten samt und sonders an den Mann gebracht werden. 20 gingen in den Natursprung und kosteten im Schnitt genau 2000.- Euro, bei einer Schwankung von 1800.- bis 2500.- Euro. Im Katalog ist immer häufiger das Zeichen für natürlich hornlos zu finden.

Die insgesamt sehr gute Qualität der Jungstiere wurde durch 5 Besamungsstiere gekrönt.

 

Bernoecker

Der Spitzenstrier des Marktes von Franz Bernöcker, Stadlberg

ging nach Neustadt/Aisch.  

 

Alle Stationen hatten Vertreter nach Miesbach geschickt um sich teils lang anhaltende Winkerduelle zu liefern. Bei einem sehr gut typisierten Losone-Sohn von Franz Bernöcker aus Miesbach erhielt der Besamungsverein Neustadt/Aisch erst bei 51.500,- Euro den Zuschlag. Die seltene Vaterlinie mit einer sehr leistungsstarken und langlebeigen Mutterlinie angepaart gaben hier den Ausschlag.

 

Lechner G

Auch vom Betrieb Georg Lechner, Tödtenberg ging

der Stier nach Neustadt/Aisch.  

 

Ebenfalls nach Neustadt kam ein natürlich hornloser Solero-Sohn von Georg Lechner aus Vogtareuth zum Grundpreis von 3.600.- Euro. Sehr gut vorgeschätzter Milchwert und Euterbewertung waren hier die Argumente.

 

Dinzhenhofer

Nach Baden-Württemberg ging dieser Stier von Anton Dauer,

gezüchtet von der Dinzenhofer G.u.G GbR aus Hochstraß.

 

Rottmoser

Anton Dauer war auch bei diesem Stier der Verkäufer,

gezüchtet von Rottmoser Georg, Rott. Er ging zur Bayern-Genetik.

 

Ebenfalls hervorragende Preise erzielten 2 Stiere des Aufzüchters Anton Dauer mit 32.000.- und 16.000.- Euro: Einen Herzschlag-Sohn, gezüchtet von der Dinzenhofer GbR aus Rosenheim, sicherte sich die Rinder-Union Baden-Württemberg. Ein Walfried-Sohn aus der Zucht von Georg Rottmoser aus Rott a. Inn wurde zur Bayern-Genetik nach Landshut überstellt. Die Hauptrolle spielten dabei hervorragende genomische Werte und interessante Mutterlinien.

 

Melf

Seine Dienste verrichtet der Stier von Georg Melf, Ascholding

künftig in in Wasserburg bei der CRV.

 

Für 3600.- Euro ging ein Ducati-Sohn von Georg Melf aus Ascholding zur CRV nach Wasserburg. Hier waren wohl der mit 122 sehr hoch vorgeschätzte Euterzuchtwert und die seltene Vaterlinie kaufentscheidend. 

 

Hartl A

2 - IIa-Jungkühe stellte Augustin Hartl aus Brettschlaipfen

bei Tuntenhausen vor.

 

Zunächst etwas verhaltener wurde die Auktion bei den 152 vorgestellten Jungkühen fortgeführt. Nur bei 5 Tieren war den Verkäufern der Preis zu niedrig. Da sich das Preisniveau bis zum Ende recht konstant hielt, kam aber mit 1665.- Euro am Ende ein nur unwesentlich niedrigerer Durchschnittspreis als vor Monatsfrist heraus. Mit 27,7 kg Tagesgemelk und 2,5 kg Minutengemelk waren die Mittelwerte recht ordentlich.

Sehr unterschiedlich waren dagegen die Gewichte und Euterqualitäten und damit auch die Preise zwischen 1020.- und 2300.- Euro. Den Spitzenpreis erreichten gleich 3 Tiere: eine schwere Pandora-Tochter von Hans Niedermaier aus Pittenhart mit 32,1 kg Milch, eine Rumgold-Tochter mit 721 kg Lebendgewicht und 29,5 kg Milch von Johann Schwaiger aus der Jachenau, sowie eine Dehorn-Tochter aus dem Bio-Betrieb von Johann Kolb aus Bad Feilnbach mit 28,2 kg Milch. Sehr gut bezahlt waren die 9 verkauften Bio-Jungkühe, da sie in Exterieur und Milchleistung durchaus mit ihren konventionellen Kolleginnen mithalten konnten. Immerhin 16mal konnten die 2000.- Euro überschritten werden, während 8 mal 1300.- Euro nicht erreicht wurden. 2 Jungrinder kosteten 740.- Euro, 3 Mehrkalbskühe 1523.- Euro. 44, also genau ein Viertel der Zuchttiere, blieben im Verbandsgebiet, 80 im restlichen Bayern. 21 kamen nach Norddeutschland und 4 Stiere und 28 Jungkühe gingen nach Holland, Belgien, Österreich und Südtirol.

 

Die nächste Auktion in der Oberlandhalle findet bereits in 3 Wochen, am 07.02.2018, statt. In Frage kommende Tiere sollten deshalb umgehend gemeldet werden.

 

 

 

 

 

 

Zur Marktanmeldung

 

Zuchtverband für obb. Alpenfleckvieh Miesbach e.V.
Zuchtverband 1
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