Marktbericht

Gute Preise trotz schwächerer Kulisse

Einen lebhaften Großviehmarkt konnten 27 Landwirtschaftsschüler aus Rosenheim zusammen mit ihrer Betreuerin Monika Schaecke in der Miesbacher Oberlandhalle erleben. Auf Grund des schönen Wetters waren wohl einige potentielle Marktbesucher bei der Feldarbeit zu Hause geblieben. Trotz der etwas spärlicher besetzten Ränge ergab sich ein reger Marktverlauf. Von den 32 zur Körung vorgestellten Jungstieren bekamen alle ein Gebot. 3 Aufzüchtern war das Gebot zu niedrig - sie werden ihre Stiere zu einem späteren Zeitpunkt nochmals anbieten.

Wenn es auch kein Bummerl in die Besamung schaffte, so waren die Verkäufer mit den erreichten Preisen fast ausnahmslos zufrieden. Die Spanne lag bei den Preisen zwischen 1550.- und 2550.- Euro, beim Gewicht zwischen 450 und 754 kg und beim Alter zwischen 1 und 1,5 Jahren. Der teuerste Stier war ein reinerbig natürlich hornloser Mupfel-Sohn, der in einem heimischen Zuchtbetrieb ausschließlich natürlich hornlose Kälber produzieren wird. Immerhin 12 Stiere kosteten über 2000.- Euro, 15 Bummerl blieben im Verbandsgebiet. Der Durchschnittspreis betrug 1956. – Euro.

Bei den Jungkühen war der Auftrieb mit 94 Tieren etwas zu knapp. Einige Kaufinteressenten konnten ihr Kontingent nicht ganz erfüllen. Eine einzige Jungkuh, mit stark erhöhtem Zellgehalt, wurde zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Am Ende kam mit 1711.- Euro, bei 27,5 kg Milch, der beste Durchschnittspreis in diesem Jahr heraus – nochmals eine Steigerung von über 30.- Euro gegenüber dem Vormarkt.

 

Meyr

Hans Meyr mit seiner Jungkuh der Wertklasse I.

Die Bewertungskommission um Hans Stadler reihte eine vorbildliche Waldbrand-Tochter von Hans Meyr aus Egling in die seltene Wertklasse I ein. Sie ging, ebenso wie die mit 2150.- Euro teuerste Jungkuh, in den bayerischen Wald. Von den 5 in Wertklasse IIa eingestuften Tieren hatten 3 den Vater Raldi, der eindrucksvoll seine gute Eutervererbung bewies.

Estermann

Konrad Estermann stellte eine IIa-Jungkuh vor,

Estermann Euter von dieser Jungkuh

wurde auch das Euter in Bild festhalten.

 

Meyer

Ebenfalls in die Wertklasse IIa eingereiht war die

Jungkuh von Andreas Meyer, Gunzenham und

Haas

die Jungkuh von Sebastian Haas aus Schechen.

 

Züchter dieser Prachtexemplare sind Andreas Meyer aus Halfing, Christoph Lechner aus Großkarolinenfeld und Konrad Estermann aus Samerberg. Das Mindestgebot belief sich auf 1040.- Euro für eine Kuh mit knapp 20 kg Milch, in der Spitze waren immerhin 16mal über 2000.- Euro zu berappen. Nur 2 Tiere erlösten unter 1300.- Euro. Auch kleinere Mängel, wie etwas schlechtere Melkbarkeit oder Zitzenwarzen wurden von den Interessenten toleriert.

Sehr begehrt waren auch die 10 Biojungkühe, die im Durchschnitt fast 1800.- Euro kosteten. Die gestiegene Kauflust hielt bis zum Ende und auch die 4 Mehrkalbskühe erreichten im Mittel 1655.- Euro. Der außerbayrische Bedarf an Zuchttieren war diesmal etwas geringer. 23 Tiere überquerten die Landesgrenzen nach Holland, Südtirol und Niedersachsen, 50 blieben im Verbandsgebiet und 54 in Restbayern.

Einigkeit herrschte als Marktfazit darüber, dass auch beim nächsten Markt, am 16. Mai, ein möglichst großes Angebot bestehen sollte, um nach Möglichkeit alle Käuferwünsche erfüllen zu können.

 

 

Zur Marktanmeldung

 

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