Marktbericht

Sehr disziplinierter Marktverlauf bei der Miesbacher Großviehversteigerung!

 

Käufer und Mitarbeiter des Zuchtverbandes arbeiteten sehr diszipliniert die Versteigerung ab, wenngleich sich jeder wieder möglichst schnell zu einem Marktverlauf ohne Auflagen zurück wünscht. 17 von 20 aufgetriebenen Jungstieren fanden einen neuen Eigentümer. Die Bezahlung war sehr qualitätsbezogen, wobei die Preisspanne zwischen 1400 Euro bis 2350 Euro lag. Keiner der Zuchtstiere war für den Besamungseinsatz interessant genug. Die fünf Stiere der Wertklasse 1 kosteten im Mittel 2100 Euro. Hier gab es ein Novum für eine Versteigerung, da neben einem sehr guten Exterieur dieser Stiere bei allen noch die Vererbung der Hornlosigkeit dazu kam. Den höchsten Preis mit 2350 Euro erzielte ein Mylife-Sohn, den der Aufzuchtbetrieb Anton und Monika Dauer auf dem Markt vorstellte. Neben der Reinerbigkeit, dem tadellosen Exterieur dürfte die hohe Milchleistung von fast 11.000 kg von der langlebigen Mutter eine Rolle gespielt haben. Kaum im Preis zurück blieb ein Mahale-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Michael Sterzer aus Eurasburg, den Sebastian Disl aus Dietramszell zur Körung vorstellte. Mütterlicherseits geht der Stier auf eine Irokese-Tochter zurück, die vom Fundament und der Euteranlage weit überdurchschnittlich ist. 2200 Euro kostete der teuerste Stier der Wertklasse 2a. Dieser Stier aus dem Zuchtbetrieb Johann Grad stammt aus einer sehr bekannten hornlosen Zuchtlinie der bayerischen Fleckviehzucht. 2050 Euro konnte noch Georg Melf aus Dietramszell für einen Harlander-Sohn erzielen. Hier überzeugte die enorme Wüchsigkeit des Stieres in Verbindung mit beeindruckenden Zuchtwerten in der Melkbarkeit von 121. Dies ist bei einem reinerbig hornlosen Stier ein überragender Wert. Noch 2000 Euro Versteigerungserlös verzeichneten ein Mesias-Sohn von Johann Röhrmoser aus Feldkirchen-Westerham und ein Herzpochen-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Paul Maier aus Bad Endorf. Der durchschnittliche Versteigerungspreis der Zuchtstiere in der Wertklasse 2a und 2 betrug 1721 Euro, so dass sich in Summe für alle Stiere 1832 Euro Versteigerungserlös errechnete.

Für fünf Zweitkalbs- und eine Drittkalbskuh wurden im Mittel 1382 Euro bezahlt. Die durchschnittliche aktuelle Milchleistung dieser Kühe betrug 29,6 kg Milch. Von den 97 angebotenen Jungkühen konnten 96 Tiere zu einem Durchschnittspreis von 1597 Euro verkauft werden. Für die 8 vorgezogenen Jungkühe der Wertklasse 2a wurden 1940 Euro bezahlt, wobei aber der erzielte Spitzenpreis von 2150 Euro sich nicht abhebt. Er wurde für eine Melkroboter gewohnte Epson-Tochter des Züchters Augustin Hartl aus der Gemeinde Tuntenhausen bezahlt. Mit weit über 30 kg Milch und einer Melkbarkeit von 2,6 kg Milch pro Minute in Verbindung mit einem guten Exterieur ist diese Kuh diesen Preis wert. Nur noch drei Jungkühe konnten Versteigerungspreise über 2000 Euro erreichen. Weitere 24 Jungkühe erhielten den Zuschlag im Preisniveau von 1800 bis 2000 Euro. 13 Züchter mussten sich mit Preisen unter 1300 Euro zufriedengeben.

Ein Stier und 36 Jungkühe gehen über Viehhandelsunternehmen nach Südtirol und in die Beneluxstaaten. Ein Stier, zwei Kühe und vier Jungkühe wurden außerhalb Bayern in das Bundesgebiet verkauft. 5 Stiere, 4 Kühe und 27 Jungkühe gehen an bayerische Zuchtbetriebe. Zehn Stiere und 29 Jungkühe bleiben im Miesbacher Zuchtgebiet. Der nächste Großviehmarkt findet bereits in drei Wochen am 3. Februar in der Oberlandhalle statt.

 

86

KatNr. 86: Voit Johann, Raubling

 

173

KatNr. 173: Eberl Johann, Sauerlach

 

142 176

KatNr. 142 und 176: Hartl Augustin, Brettschleipfen

 

80

KatNr. 80: Kieninig Marlies, Rottach-Egern

 

183

KatNr. 183: Moosegger GbR, Raubling

 

 

 

Zur Marktanmeldung

 

Zuchtverband für obb. Alpenfleckvieh Miesbach e.V.
Zuchtverband 1
83714 Miesbach

Tel.: +49 8025 2808-0
Fax.: +49 8025 2808-39
E-Mail: info@zuchtverband-miesbach.com