Marktbericht

Stiere schwach – Kühe sehr gut

 

Stiere schwach – Kühe sehr gut, so könnte man den jüngsten Großviehmarkt in der Oberlandhalle zusammenfassen. Von 157 aufgetriebenen Rindern wurden 145 abgegeben, was einer Verkaufsquote von 93% entspricht. Vor ordentlich besetzten Rängen verlief die Auktion der Jungstiere zeitweise etwas zäher. Bei den 16 verkauften Stieren lag der Durchschnittspreis zwar bei 3203. Euro, was aber zwei Besamungsstieren für 24 500.- und 3600.- Euro zu verdanken war. „Wohlig“, ein Wohltat-Sohn aus dem Lenggrieser Gebiet ging zum Tageshöchstpreis an den Besamungsverein Neustadt/Aisch. Platz 1 unter 35 Halbgeschwistern, eine nicht sehr verbreitete Vaterlinie, durchwegs gute Zuchtwerte mit einem Spitzenwert von 128 für die Eutervererbung und eine recht gute körperliche Entwicklung sorgten für das langanhaltende Bieterduell. Ein Sertoli-Sohn, „Schlagobers“ aus Raubling wurde von der Bayern-Genetik ersteigert. Platz 3 von 233 typisierten Halbbrüdern, wieder eine sehr seltene Vaterlinie, ein hoher Euterzuchtwert und das gute Exterieur des Stieres waren hier die Argumente für den Prüfeinsatz. Die Natursprungstiere schwankten zwischen 1400.- und 2500.- Euro. Am teuersten dabei ein gehörnter Riaza-Sohn.

2 Moosegger

Kat.Nr. 2: "Schlagobers" Moosegger GbR, Raubling

 

4 Willibald neu

Kat.Nr. 4: "Wohlig" Willibald Kaspar, Lenggries

 

Bei den Jungkühen wurde mit 27,0 kg als mittlere Milchleistung (20 bis 35 kg) das Niveau des Vormarktes knapp erreicht. Auch die Melkbarkeiten waren recht unterschiedlich und schwankten zwischen 1,3 und 3,5 kg Milch pro Minute. Trotzdem schnellte der Durchschnittspreis der 126 verkauften Tiere um über 200.- auf 1763.- Euro in die Höhe. Da es für nahezu alle Qualitäten Interessenten gab konnten auch das gesamte Angebot abgesetzt werden. Die Spannbreite reichte von 1140.- Euro mit erhöhtem Zellgehalt bis 2450.- Euro. Die aus 9 Tieren bestehende Spitze kostete ausnahmslos über 2000.- Euro. Insgesamt konnten 25 Jungkühe diese Hürde überspringen. Einmal 2450.- und 3 mal 2350.- Euro wurden als Höchstgebote abgegeben. Die Väter waren dabei Hagwirt, Wolfheim, Erbhof und Hendorf, die Verkäufer Georg Hofstetter, Jakob Fichtner, Franz Bernöcker und Augustin Hartl. Die neuen Besitzer dieser Spitzentiere sind in benachbarten Zuchtgebieten und in Holland. Am anderen Ende der Preisskala verfehlten 11 Jungkühe die 1400.- Euro meist nur knapp.

164 Hartl

Hartl Augustin, Tuntenhausen

 

216 Stein

Stein Josef, Riedering

 

218 Biechl

Biechl Martin, Feldkirchen-Westerham

 

238 Loferer 2

Loferer Josef, Riedering

 

245 Loferer 1

Loferer Josef, Riedering

 

249 Bauer

Bauer Wolfgang, Bad Feilnbach

 

Die 7 angebotenen Biojungkühe wurden zwischen 1500.- und 2050.-, im Schnitt für 1786.- Euro, gehandelt. Ihre Milchleistung war mit 25,4 kg niedriger als bei den konventionellen Tieren. 1 Kalbin wurde für 1440.- Euro etwas unter Wert verkauft. 3 Mehrkalbskühe mit 24 kg Milch erlösten 1537.- Euro. Sehr kauffreudig zeigte sich Jan Derk Kuenen, der 3 niederländische Bauernfamilien dabeihatte, und 59mal den Winker am längsten oben hielt. Nur 28 Zuchttiere blieben im Verbandsgebiet, 53 im restlichen Bayern und 5 wechselten in den Norden der Republik.

Der Weihnachtsgroßviehmarkt findet in 3 Wochen, nämlich am 17.12.19, in der Oberlandhalle statt.

 

Um Beachtung des Anmeldeschlusses wird dringend gebeten.

   

 

Zur Marktanmeldung

 

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