Marktbericht

Kaufinteressenten aus dem benachbarten Ausland beleben Zuchtviehmarkt!

 

Erntewetter ist normalerweise kein beliebtes Wetter für einen Zuchtviehmarkt. Jedoch Kaufinteressenten aus den Niederlanden und Südtirol, sowie Viehhandelsunternehmen aus dem ober- und niederbayerischen Raum sorgen für eine rege Nachfrage, so dass der Markt zügig geräumt werden konnte. Nur 3 Zuchtstiere, 1 Kuh und 2 Jungkühe fanden zu dem vom Züchter taxierten Preis keinen Käufer.

Bei den Stieren waren gegenüber dem Katalog einige Ausfälle zu beklagen. So stellten sich am Ende nur 15 Exemplare der Körkommission. Schon im Vorfeld wurden zwei Stiere an CRV Deutschland zum Grundpreis von 3500 Euro überstellt. Von den aufgetriebenen Stieren fand keiner das Interesse von Besamungsstationen. Somit lag der Spitzenpreis bei 2100 Euro. Bernhard Niederthanner aus Niederthann in der Gemeinde Nußdorf erzielte diesen Preis für ein hornlos, vererbenden Wookie-Sohn der Wertklasse 1 aus einer Mungo-Tochter mit 6 Kälbern. Ein überdurchschnittliches Kalbeverhalten hat neben einem tadellosen Exterieur den Preis zusätzlich positiv beeinflusst. Ein weiterer Stier mit dem Gen für Hornlosigkeit aus dem Zuchtbetrieb Josef Garnreiter aus Innerthann, Gemeinde Tuntenhausen kostete noch 2000 Euro. Hornlos vererebende Stiere sind immer mehr gefragt, so dass sich deren durchschnittlicher Preis mit 1780 Euro von den gehörnten Stieren erneut um 280 Euro abhob. Ist ein Stier die Weide gewohnt, findet sich auch leichter ein Käufer. Stiere sind im Moment günstiger als in den Wintermonaten, so dass Natursprungbullenhalter einen Wechsel in Erwägung ziehen sollen.

Bei den weiblichen Tieren war der Auftrieb mit insgesamt 75 Tieren sehr gering. Erntewetter dürfte den einen und anderen Züchter zusätzlich vom Verkauf abgehalten haben. Für diese Voraussetzungen bietet aber der Zuchtverband die stricklose Versteigerung mit Marktbetreuung an. Die Preisdifferenz zwischen Zuchtkuh und Schlachtkuh sollte eigentlich mehr Züchter zum Verkauf von Jungkühen bewegen. Von der Qualität der Jungkühe ergibt sich eine hohe Streuung. Bei 6 leistungsstarken Jungkühen mit guten Eutern erfolgte der Zuschlag durch den Versteigerer Michael Walser erst bei 2000 Euro und mehr. In der Wertklasse 1 wurde eine Zaspin- Tochter aus dem Zuchtbetrieb Robert Lechner aus Sauerlach eingereiht. Für einen Versteigerungspreis von 2200 Euro wechselt sie ins Zuchtgebiet in Südtirol. Die teuerste Jungkuh mit 2300 Euro kam jedoch aus dem Züchterstall von Martin Biechl aus Hofberg, Gemeinde Feldkirchen. Bei ihr handelt es sich um eine Varta-Tochter mit einer Milchleistung von 30,7 kg und einer sehr guten Melkbarkeit von 3,0 kg pro Minute. Es ergibt aber auch bei den Jungkühen mit Milchleistungen zwischen 20 und 25 kg Milch eine deutliche Wertschöpfung von 300 bis 500 Euro gegenüber der Abgabe als Schlachtvieh. So wechselten nur vier Jungkühe unter einem Versteigerungspreis von 1400 Euro den Besitzer. Im Mittel errechnete sich für die 71 verkauften Jungkühe ein Versteigerungspreis von 1735 Euro, wobei ein mittleres Tagesgemelk 29,4 kg zu Buche stand. Die fünf biologisch gefütterten Jungkühe wechselten im gleichen Preisniveau den Besitzer. Ihre Milchleistung betrug im Mittel 24,8 kg Milch. Ein höheres Angebot könnte die Attraktivität von biologisch gefütterten Jungkühen am Markt noch erheblich steigern.

Im Zuchtverbandsgebiet verbleiben 9 Stiere, eine Kuh und 18 Jungkühe. In bayerischen Zuchtbetrieben kommen 1 Stier und 17 Jungkühe zum Einsatz. Ein Stier und drei Jungkühe gehen ins bundesdeutsche Gebiet. 1 Zuchtstier und 33 Jungkühe ersteigerten sich die Viehhandelsunternehmen aus Südtirol und den Niederlanden. Für den Zuchtviehmarkt am 8. Juli erhofft man sich zahlreiche Anmeldungen.

 

78 Lindmeyr Josef

IIa-Jungkuh #78: Lindmeyr Josef, Dietramszell

 

95 Lechner Robert

I-Jungkuh #95: Lechner Robert, Sauerlach

 

 

Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten!

 

Zur Marktanmeldung

 

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