Marktbericht

Dürre holt auch Großviehmarkt ein

 

Die Futterknappheit in großen Teilen Deutschlands und die schlechtere Tierqualität, insbesondere bei den Jungkühen, waren Gründe für die Preiseinbußen auf dem Zuchtviehmarkt. Die Stiere bekamen es am stärksten zu spüren. Von 28 angebotenen Bummerln wurden nur 21 abgegeben. 3 Stiere, die bereits an früheren Märkten angeboten waren, fanden jetzt noch nachträglich den Weg in die Besamungsstationen. 3500.-, 4500.- und 9000.- Euro waren hier die Preise für die Nachkommen von Mahango, Peron und Etoscha. Zwischen 1460.- und 2550.- kosteten die Natursprungbummerl, im Durchschnitt 1835.- Euro. Der teuerste war ein sehr gut typisierte Varta-Sohn von Bartholomäus Gschwendtner aus Albaching. Er deckt künftig in einem Berchtesgadener Betrieb.

Bei den 113 Jungkühen war der Marktverlauf unterschiedlich. 11 Tiere wurden nicht abgegeben. Sie hatten zwar keine Mängelansagen, aber Schwächen in Euter, Fundament oder Melkbarkeit. Die Gebote für diese Tiere erschienen den Züchtern als zu niedrig, was eine Rückkehr in den heimatlichen Stall zur Folge hatte. Mit 27,1 kg und 2,3 kg/min waren Tagesgemelk und Milchfluss im üblichen Rahmen. Die Preisspanne reichte von 980.- bis 2350.- Euro, bei einem Mittelwert von 1571.- Euro.

 

Eine Auswahl der IIa-Jungkühe, vorgestellt von:

Eberl

Johann Eberl, Arget,

 

Höhensteiger

Andreas Höhensteiger, Wernhardsberg,

 

Blindhuber

Sebastian Blindhuber,Litzlau,

 

Vordermayer

Franz Vordermayer,Stuhlrain,

 

Haas

Hubert Haas, Untersteppach   und

 

Sigl

Rupert Sigl, Holzhausen

 

Am besten kamen die 10 vorgezogenen Jungkühe davon, die im Mittel 2020.- Euro kosteten. Die beiden teuersten Tiere, eine Wallenstein- und eine Mandiago-Tochter jeweils von Hans Eberl aus Sauerlach, sicherten sich einheimische Züchter, 4 Spitzentiere gingen in benachbarte Zuchtverbände, die restlichen 4 Stück nahm Herr Kuenen jr. mit in die Niederlande. 10mal wurden die 1200.- Euro meist knapp verfehlt. 8 Jungkühe kosteten über 2000.- Euro, weitere 16 über 1800.- Euro. Für 5 Kalbinnen wurden durchschnittlich 1534.- Euro geboten, 4 Mehrkalbskühe waren den Käufern 1375.- Euro wert. 35 Zuchttiere blieben im Verbandsgebiet, 48 im restlichen Bayern und 15 in anderen Bundesländern. In andere EG-Länder wurden 33 Tiere verbracht. Während der Kraftfutterpreis schon angezogen hat, herrscht beim Milchpreis noch keine Klarheit. Wenn er, wie erwartet, steigt, so werden auch die Jungkühe das Niveau halten können.

 

 

 

Der nächste Großviehmarkt in der Oberlandhalle findet am 26.09.2018 statt.

 

 

 

Zur Marktanmeldung

 

Zuchtverband für obb. Alpenfleckvieh Miesbach e.V.
Zuchtverband 1
83714 Miesbach

Tel.: +49 8025 2808-0
Fax.: +49 8025 2808-16
E-Mail: info@zuchtverband-miesbach.com