Marktbericht

Optimale Bedingungen für Großviehmarkt in Miesbach

 

Schmuddeliges Wetter und Ferien der Kinder bescherten dem Miesbacher Zuchtverband sehr viele Besucher auf dem Markt. Zusätzlich nutzten die Studierenden der Fachschule in Holzkirchen den Markt zur Weiterbildung. Nicht nur die Politikerreden in Niederbayern, sondern auch der Miesbacher Zuchtviehmarkt ist eine Veranstaltung, wo es sich lohnt dabei zu sein. Gute und einheitliche Qualität führten auch zu sehr guten Versteigerungspreisen. Die stricklose Versteigerung wird immer besser angenommen, so dass damit auch ein zusätzliches Verkäuferpotential gewonnen werden kann.

Bei den Zuchtstieren sind zwei klare Tendenzen zu beobachten. Erstens bevorzugt der Käufer inzwischen klar die hornlos vererbenden Stiere. Die zwei reinerbigen Stiere auf Hornlosigkeit kosteten 2050 Euro als Versteigerungspreis und für die fünf gemischt vererbenden hornlosen Stiere wurde 1932 Euro ausgegeben. Zum Zweiten legt der Käufer Wert auf etwas „mannigere“ Stiere. Dies sind Stiere, die schon etwas mehr Körper zeigen und dadurch durch den Käufer sofort auch in Kuhherden eingesetzt werden können. Junge und vom Fundament gut entwickelte Stiere wurden dagegen etwas unter Wert verkauft. Insgesamt wechselten 18 Zuchtstiere zu einem mittleren Versteigerungspreis von 1862 Euro den Besitzer. Bei zwei Stieren war dem Verkäufer das Gebot zu gering, so dass sie die Stiere wahrscheinlich noch einmal an einem der nächsten Markttermine anbieten werden.

Die Möglichkeit die Tiere freilaufend ohne Strick zu versteigern wurde von Züchtern bei 41 Jungkühen und drei von fünf Zweitkalbskühen Gebrauch gemacht. Die kritischen Punkte hinsichtlich der Versteigerungsreihenfolge und trotzdem Züchtern die Möglichkeit zu bieten, sich während der Versteigerung im Stall aufzuhalten, wurde inzwischen ein sehr guter Kompromiss gefunden. Insgesamt erreichten die 105 verkauften Jungkühe mit 1724- Euro ein sehr gutes Preisniveau und dies bei einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 28,4 kg Milch. Bei 13 Jungkühen erfolgte der Zuschlag erst bei über 2000 Euro und weitere 14 Jungkühe wurden zwischen 1900 und 2000 Euro verkauft. Die Preisstreuung ging von 820.- bis 2450.- Euro, wobei sich allerdings nur drei Züchter mit weniger als 1300 Euro zufrieden geben mussten. Begründet sind die Preise in einer geringeren Milchleistung oder Melkbarkeit. Ansagen und sehr leichte Jungkühe mit einem Körpergewicht von unter 11 Zentner werden auch schlechter bezahlt. Im Hinterkopf des Käufers spielt natürlich bei einem Zweinutzungsrind wie Fleckvieh der Schlachtviehpreis bei einem späteren Verkauf eine Rolle.

Die zwei teuersten Jungkühe stammten aus dem Zuchtbetrieb von Johann Eberl aus Sauerlach. Bei der Spitzenjungkuh handelte es sich um eine Samland- Tochter mit einem Tagesgemelk von 36 kg Milch und einer Melkbarkeit von 2,9 kg pro Minute. Nach einer Mandai- Tochter für 2250 Euro aus dem gleichen Zuchtbetrieb folgten allein fünf Jungkühe für 2200 Euro Versteigerungspreis. Verkäufer dieser Kühe waren Christine Würmseer aus Weyarn, Johann Hamberger aus Stephanskirchen, Rosi und Sebastian Gilg aus Assling, sowie die zwei Lenggrieser Züchter Georg Wasensteiner und Johann Rauchenberger.

43 Biechl Martin1

#43 Jungkuh IIa, Biechl Martin, Feldkirchen-Westerham

 

50 Würmseer Christine1

#50, Jungkuh IIa, Würmseer Christine, Weyarn

 

68 Willerer Johann1

#68, Jungkuh IIa, Willerer Johann, Bad Feilnbach

 

80 Hartl Augustin1

#80, Jungkuh IIa, Hartl Augustin, Tuntenhausen

 

129 Wasensteiner Georg1

#129, Jungkuh IIa, Wasensteiner Georg, Lenggries

 

184 Gilg Rosi1

#184, Jungkuh IIa, Gilg Rosi u. Sebastian, Aßling

 

Nach der Käuferstatistik blieben 31 Zuchttiere im Verbandsgebiet. 53 Tiere wechselten ins restliche Bayern und ein Stier in den Norden der Republik. Die restlichen 43 Tiere verteilen sich auf die Niederlande und Südtirol.

Der nächste Großviehmarkt in der Oberlandhalle findet bereits in 3 Wochen, am 18. März statt.

 

Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten!

 

Zur Marktanmeldung

 

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