Marktbericht

Miesbacher Zuchtvieh in allen Fleckviehzuchtgebieten gefragt

 

Eine zügige Versteigerung gab es beim Miesbacher Zuchtviehmarkt. Für jeden Kaufwilligen bietet der Markt in der Oberlandhalle eine passende Kuh. Im Exterieur starke Kühe mit Milchleistungen um die 30 kg sind hier genauso zu finden, wie mittelrahmige, aber homogene Jungkühe mit weniger Leistung, die letztendlich auch billiger zu kaufen sind. Das Angebot an Bio Kühen ist im Vergleich zu anderen Vermarktungsstandorten gut. Es könnten aber noch wesentlich mehr abgesetzt werden.

An Stieren wurden 15 angeboten. Den Besitzer wechselten 13 Stück, bei zwei Stieren erfolgte ein zu geringes Gebot. Für einen Mercedes-Sohn aus dem Zuchtbetrieb von Johann Niedermaier aus Pittenhart, der zu 50 % hornlose Kälber liefert, zeigte die Besamungsstation Marktredwitz- Wölsau Interesse und steigerte ihn per Kaufauftrag für 3600 Euro. Obwohl der Stier vom Gesamtzuchtwert nicht zu den besten 50 der 495 getesteten Mercedes-Söhnen gehört, kann der Stier in einigen wichtigen Einzelzuchtwerten punkten. Neben dem Zuchtwert in der Milch besticht der Stier durch sehr gute Zuchtwerte in der Eutergesundheit und Fitness. Das gute Fundament und die Eutervererbung seines Vaters scheint der Stier auch weiter zu geben. Die Preisspanne bei den Natursprungstieren bewegte sich zwischen 1750 Euro und 2300 Euro, wobei der Mittelwert bei 2050 Euro lag. Die hornlos vererbenden Stiere lagen dabei rund 100 Euro über den gehörnt vererbenden Stieren. Nach den Stieren wurden drei trächtige Kalbinnen für durchschnittlich 1567 Euro versteigert. Hier könnte ein größeres Angebot mehr Kaufwillige anziehen, was sich positiv auf den Preis auswirken würde. Die gleiche Aussage gilt für drei Kühe nach dem zweiten Kalb. Hier wurde für eine Hesse- Tochter aus dem Zuchtbetrieb Fuchs Maria aus Tuntenhausen auch 2000 Euro ausgegeben, wobei die biologisch Wirtschaftsweise und die Melkrobotergewohnheit neben den 30 kg Milch den Preis beeinflussten.

Mit 112 Tieren bestand bei den Jungkühen ein ausreichendes Angebot. Es konnten alle verkauft werden. Von der Bewertungskommission wurden acht Jungkühe vorgezogen. Mit 1900 Euro Steigpreis blieb dabei nur eine Kuh unter der 2000 Euro Grenze. Bei diesen 8 Kühen erfolgte der Zuschlag im Mittel 2112 Euro. Den höchsten Preis dieser Jungkühe mit 2300 Euro bekam Josef Manhart aus Schliersee für eine formschöne Reichsbrand Tochter mit 28 kg Milch und guter Euteranlage. Doch auch bei den restlichen 104 Jungkühen konnte unser Versteigerer Michael Walser bei 10 Jungkühen einen Steigerungspreis über 2000 Euro erzielen. Bei der teuersten Kuh des Marktes handelte es sich wiederum um eine Jungkuh aus biologischer Wirtschaftsweise. Ein Züchter aus dem bayerischen Wald bekam diese weidegewohnte, aber gehörnte Mahango- Tochter aus dem Zuchtbetrieb Maximilian Kranz aus Dietramszell mit einer Milchleistung von 25 kg Milch für einen Steigpreis von 2350 Euro zugeschlagen. In dem unteren Preisfenster von 900 bis 1400 Euro wurde auch 14 Jungkühe verkauft. Meist ist dies in Milchleistungen unter 24 kg oder schlechteren Melkbarkeiten begründet. Als mittlerer Versteigerungspreis für alle Jungkühe errechneten sich 1726 Euro bei einer durchschnittlichen Milchmenge von 26,8 kg Milch.

8 Stiere und 30 Jungkühe blieben im Verbandsgebiet, 3 Stiere, zwei Kühe und 46 Jungkühe wurden im restlichen Bayern verkauft. 1 Stiere und 4 Jungkühe verschlug es nach Württemberg und in Deutschlands Norden. 1 Stier und 31 Jungkühe gehen an Zuchtbetriebe in den Niederlanden und Südtirol. Der nächste Markt wird am 13. Oktober 2021 stattfinden.

 

Nr 18 Besamungsstier

Kat.Nr. 18: Niedermaier Johann GbR, Pittenhart

 

Nr. 100

Kat.Nr. 100: Manhart Josef, Schliersee

 

Nr. 180  Euter Nr. 180

Kat.Nr. 180: Züchter: Müller Thomas, Ruhpolding, Besitzer: Hofstetter Georg, Vogtareuth

 

 

Zur Marktanmeldung

 

Zuchtverband für obb. Alpenfleckvieh Miesbach e.V.
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