Marktbericht

Gute Stimmung auf dem Zuchtviehmarkt

 

Die durch Überreglementierungen auf verschiedensten Gebieten tiefen Sorgenfalten der Rinderhalter haben sich auf dem jüngsten Großviehmarkt etwas geglättet. Es gab eine flotte Versteigerung, bei der die Preise zum Teil kräftig anstiegen. Schon beim zahlenmäßig kleinen Angebot von 12 Stieren wurden 11 zügig verkauft. Bei den Natursprungstieren wurden Preise zwischen 1450.- und 2450.- Euro erzielt. 4 Stiere konnten zwischen 3500.- und 15000.- Euro an Besamungsstationen abgesetzt werden. Der teuerste Stier, ein Ben – Sohn aus dem Rosenheimer Zuchtgebiet, ging an die Besamungsstation Greifenberg. „Bentley“, so sein Name, bietet neben guten Zuchtwerten (Platz 1 unter 35 Halbgeschwistern) eine sehr seltene Vaterlinie. Ein ebenfalls von Familie Dauer aufgezogener natürlich hornloser Sohn des Stieres Mission aus dem Rosenhei-mer Stadtgebiet wird bei der Bayern – Genetik zum Einsatz kommen. Hier war entscheidend, dass keine Verwandtschaft mit den dominanten Hornloslinien Mahango, Ralmesbach und Votary besteht. 2 Remmel – Söhne, „Ritschi“ und „Rocket“ sicherte sich die CRV in Wasserburg zum Grundpreis von 3500.- Euro.

3 Bichler Mayr GbR f

Kat.Nr. 3, Bichler/Mayr GbR, Rosenheim

 

13 Feicht Georg f

Kat.Nr. 13, Feicht Georg, Brannenburg

 

Heiß begehrt waren die 103 verkauften Jungkühe. Mit einem Durchschnittspreis von 1660.- Euro lag man um 90.- Euro über dem Vormarkt. Lediglich 2 Tiere, ausnahmslos wegen Euterproblemen angesagt, wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. 4 Jungkühe verfehlten die 1300.- Euro, auch hier waren Eutermängel der Grund für die niedrigen Gebote. Dagegen konnten 14 mal die 2000.- Euro übertroffen werden. Bei einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 28 kg lagen die Extreme bei 21 und 36 kg. Die 8 Spitzenjungkühe erlösten im Mittel 2050.- Euro. Am teuersten waren dabei eine Epinal – Tochter von Martin Biechl mit 2300.- und eine sehr euterstarke Inros – Tochter von Wolfgang Bauer mit 2200,- Euro. Künftig werden sie ihre Milch in einem niederbayerischen bzw. einem österreichischen Betrieb geben. 7 verkaufte Biotiere waren den neuen Besitzern durchschnittlich 1621.- Euro wert. Die am Ende versteigerten freilaufenden Jungkühe erreichten mit 1672. – Euro sogar einen geringfügig höheren Erlös als ihre geführten Kolleginnen. Auch die 5 angebotenen Mehrkalbskühe wurden für 1590.- Euro an den Mann gebracht. 28 Tiere blieben im Verbandsgebiet, 53 im restlichen Bayern. 2 Stiere und 6 Jungkühe verschlug es in Deutschlands Norden, während 31 Tiere künftig in den Niederlanden, Südtirol und Österreich ihren Dienst tun werden.

 

45 Manhart Josef f

Manhart Josef, Schliersee

 

63 Niederthanner Christian f

Niederthanner Christian, Nußdorf

 

112 Paul Anton f

Paul Anton, Großkarolinenfeld

 

120 Griesser Sebastian jun f

Griesser Sebastian jun., Söchtenau

 

141 Lechner GbR f

Lechner GbR, Vogtareuth

 

153 Berger Josef f

Berger Josef, Prutting

 

173 Eberl Johann f

Eberl Johann, Sauerlach

 

Fazit: Kühe mit guten Eutern und Fundamenten lassen sich auch gut verkaufen, wenn sie etwas weniger Milch haben. Bei Problemen in Euterform und -inhalt kommen die Gebote zögerlicher. Da das Almvieh wieder im Tal ist und vor allem der Jungkuhauftrieb wieder stärker wird, ist der nächste Markt bereits für den 09.10.2019 geplant.

 

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