Marktbericht

 Hochwertige Zuchtstiere gehen in den Natursprung beim Miesbacher Großviehmarkt!

 

Die hohe Zahl an getesteten männlichen Zuchtkälbern ermöglicht den Besamungsstationen inzwischen fast ausnahmslos Stiere auszuwählen, die nahezu fehlerfrei sind. Dies hat zur Konsequenz, dass auf den bayerischen Zuchtviehmärkten auch sehr hochwertige Genetik für den Natursprung bereitsteht. So konnte beim Januar Markt ein Miesbacher Züchter den besten Etoscha- Sohn nach Gesamtzuchtwert aus über 500 getesteten Halbbrüdern für seine Milchkuhherde erwerben. Der rahmige und gut bemuskelte Stier aus dem Zuchtbetrieb von Andreas Gschwendtner glänzte noch durch eine überragende Exterieurvererbung und bringt zu 50 % hornlose Kälber, was von dessen Mutter, einer Votary- Tochter kommt. Ein schlechterer Zuchtwert in der Melkbarkeit führte wahrscheinlich zum Verzicht der Stationen. Der hohe Preis von 2950 Euro für diesen Stier in den Natursprung war durchaus gerechtfertigt. Für 2600 Euro konnte der Zuchtbetrieb von Maria Fuchs aus Tuntenhausen noch einen Vogtland- Sohn verkaufen, der auch zu 50 % Hornlosigkeit vererbt. Der Stier liegt auf Rang 8 unter 262 getesteten Halbgeschwistern nach Gesamtzuchtwert. Insgesamt konnte ein sehr hohes Niveau für Natursprungstiere erzielt werden. Mit 1900 Euro Steigpreis blieb nur ein Stier von 12 verkauften Stieren unter 2000 Euro. Ein junger Stier wurde nicht abgegeben, der aber mit etwas Körper auf einen der nächsten Märkte einen Käufer finden wird. Als mittlerer Versteigerungspreis errechnete sich 2313 Euro, wobei die 6 hornlos Vererber um rund 100 Euro teurer waren als die gehörnt vererbenden Stiere.     

Ein Zuchtbetrieb aus dem Rosenheimer Raum bot drei Kalbinnen zum Verkauf an. Sie ersteigerte sich ein Südtiroler Viehhandelsunternehmen für im Mittel 1733 Euro. Für die zwei angebotenen Zweitkalbskühe wurde 1400 und 1650 Euro bezahlt.

Um eine sehr gute Qualität handelte es sich bei den 105 angebotenen Jungkühen, so dass die Bewertungskommission 9 Jungkühe vorgezogen zum Versteigern auswählte. Für die 9 vorgezogenen Jungkühe der Wertklasse 2a wurde im Mittel 2266 Euro bei einer Preisspanne von 2050 bis 2450 Euro bezahlt. 2450 Euro stellte zugleich auch den Spitzenpreis des Marktes dar. Angeboten hatte diese Jungkuh, eine formschöne Waban- Tochter mit 28,2 kg Milch, von Hans Rauchenberger aus Lenggries. Bei 39 Jungkühen erfolgte der Zuschlag erst bei einem Versteigerungspreis über 2000 Euro. Weitere 15 Jungkühe erhielten den Zuschlag im Preisniveau von 1900 bis 2000 Euro. Nur 10 Züchter mussten sich mit Preisen unter 1500 Euro zufriedengeben. Als Durchschnittspreis erzielten die 101 abgegebenen Jungkühe 1906 Euro.

Drei Kalbinnen und 37 Jungkühe gehen über Viehhandelsunternehmen nach Südtirol und in die Beneluxstaaten. Zwei Stiere und drei Jungkühe wurden außerhalb Bayern in das Bundesgebiet verkauft. 1 Stier, 1 Kuh und 39 Jungkühe gehen an bayerische Zuchtbetriebe. Neun Stiere, eine Kuh und 22 Jungkühe bleiben im Miesbacher Zuchtgebiet. Der nächste Großviehmarkt findet bereits in drei Wochen am 2. Februar in der Oberlandhalle statt.

Ab nächster Woche waren Versammlungen der Viehzuchtgenossenschaften geplant. Die Beiräte des Verbandes haben vor Weihnachten beschlossen diese Versammlungen zu verschieben, bis es für jedes Verbandsmitglied möglich ist, an der Versammlung teilzunehmen. Diese Versammlungen werden kurzfristig angesetzt, wenn es die Situation mit der Corona Pandemie erlaubt.

 

47

KatNr. 47: Walser Eugen, Obersöchering

 

119

KatNr 119: Manhart Josef, Schliersee

 

177

KatNr 177: Lindmeyr Anton, Steingau

Zur Marktanmeldung

 

Zuchtverband für obb. Alpenfleckvieh Miesbach e.V.
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