Marktbericht

Zuchtpreise reagieren auf die derzeit hohen Schlachtviehpreise!

 

Der Abstand im Preisniveau zwischen Zucht- und Schlachtvieh bleibt mehr als bestehen. 2170 Euro für Natursprungstiere, 1783 Euro für die drei Zweitkalbskühe und 1873 Euro für Jungkühe sind eine sehr gute Bilanz.

Bei diesem Markt wurden nur 6 Zuchtstiere aufgetrieben, die diesmal alle einen guten Preis erzielten. Den Spitzenpreis erzielte ein Jedermann- Sohn aus einem Zuchtbetrieb aus Feldkirchen- Westerham, den die Besamungsstation Marktredwitz- Wölsau für 3500 Euro ersteigerte. Die Vererbung der Hornlosigkeit und dies bei einem gehörnten Vater war ein wichtiges Argument beim Verkauf.  Dazu kommt, dass von dem Stier Jedermann und dieser Fleckviehlinie nicht mehr viel Genetik in der Population verbreitet ist. Punkten konnte der Stier zusätzlich durch einen hohen Gesamtzuchtwert und einer guten Vorhersage in Bezug auf das Exterieur. Noch erfreulicher ist allerdings, dass dieses Mal alle fünf Natursprungstiere Preise über 2000 Euro kosteten, bei Preisen von 2050 Euro bis 2250 Euro. Das Sprichwort auf einen schlechten Markt folgt ein guter Markt bewahrheitete sich einmal mehr.

 

Ein breites Angebot an Jungkühen zeichnet den Miesbacher Markt aus. Jungkühe wurden mit Milchleistungen von 21 bis 38 kg Milch zum Verkauf angeboten. Dies ist richtig so. Nicht jeder benötigt eine Jungkuh mit einer Milchleistung von über 30 kg. Das Preisniveau wurde in allen Bereichen angehoben. Eine Preisspanne der Versteigerungspreise von 1100 Euro bis 2650 Euro ist dann folgerichtig. Bei 2650 Euro erfolgte der Zuschlag für die teuerste Jungkuh des Marktes. Sie entstammt einem biologisch wirtschaftenden Zuchtbetrieb, der eine Midwest- Tochter mit 26,4 kg Milch und einer sehr guten Melkbarkeit von 3,0 kg/Minute am Zuchtviehmarkt anbot. Als Preisaufschlag für die Kühe aus biologischer Wirtschaftsweise sind bei diesen Markt über 500 Euro anzusetzen. Die fünf Bio- Kühe wechselten für einen durchschnittlichen Steigpreis von 2425 Euro den Besitzer, wobei deren Milchleistung bei im Mittel 26,0 kg Milch lag. Der Durchschnittpreis der 92 verkauften Jungkühe betrug 1873 Euro bei einem vergleichbaren Milchleistungsniveau von 26,4 kg Milch. Bei weiteren 23 Jungkühen Jungkühe erteilte unser Versteigerer Michael Walser den Zuschlag bei Preisen von 2050 bis 2600 Euro, was 25 % aller aufgetriebenen Jungkühe entspricht. Unter 1400 Euro mussten nur sechs Jungkühe abgegeben werden. Hier spielten zum Teil zwei Faktoren zusammen. So wurden diese Kühe mit einer mittleren Milchleistung von 23,1 kg Milch angeboten. Dazu kamen bei drei Kühen Ansagen und bei zwei Kühen eine schlechtere Melkbarkeit.

21 Zuchttiere blieben im Zuchtverbandsgebiet, 49 fanden neue Besitzer innerhalb Bayerns. 4 Jungkühe gehen an Milchviehbetriebe im restlichen Bundesgebiet. 1 Stier und 27 Jungkühe ersteigerte sich das Viehhandelsunternehmen Kuenen aus den Niederlanden.

Die Versteigerungen finden unter den geltenden Covid-19 Maßnahmen statt.

Wir möchten uns bei allen Markthelfern, Verkäufern und Kaufinteressierten für die gezeigte Disziplin bei dieser Versteigerung bedanken.

 

Die nächste Versteigerung für Großvieh erfolgt bereits in drei Wochen am 15. Dezember.

 

14 mit Hubert

KatNr. 14: Niedermair Hubert, Feldkirchen-Westerham

 

4040 Euter

KatNr. 40: Müller Hans, Ertlhöfe

 

124

KatNr. 124: Glas Georg Martin, Feldolling

 

152

KatNr. 152: Hartl Augustin, Brettschleipfen

 

163

KatNr. 163: Lindmeyr Josef, Steingau

 

164

KatNr. 164: Heiß Josef, Durham

 

 

Zur Marktanmeldung

 

Zuchtverband für obb. Alpenfleckvieh Miesbach e.V.
Zuchtverband 1
83714 Miesbach

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