Marktbericht

Hohe Auftriebszahlen bei den Jungkühen in der Oberlandhalle

 

13 der 14 aufgetriebenen Jungstiere wurden mit zufriedenstellenden Preisen in den Natursprung abgegeben. Keiner der Zuchtstiere war für den Besamungseinsatz interessant genug. Die Preisspanne ging von 1400,- Euro bis 2100 Euro. Für hornlos vererbende Stiere ist bei vergleichbarer Qualität ein um 200 Euro höherer Preis zu erzielen. Die drei Stiere der Wertklasse 1 kosteten im Mittel 1920,- Euro, sieben Stiere der Wertklasse 2a wechselten für 1743 Euro den Besitzer und bei den drei Stieren der Wertklasse 2 erfolgte der Zuschlag bei 1650 Euro. In den nächsten Märkten werden bereits wieder Weide gewohnte Stiere stärker nachgefragt. Zwei Jungrinder wechselten für im Mittel 485 Euro den Besitzer. Die zwei Kühe nach dem 2. bzw. 3. Kalb konnten für 1700 Euro verkauft werden.

Die Nachfrage nach Jungkühen ist im Moment sehr hoch, während Schlachtviehpreise weiterhin kein zufrieden stellendes Preisniveau erreichen. Dies könnte einer der Gründe sein, dass der Vergleich im Auftrieb gegenüber dem Vorjahr um 18 Jungkühe überboten wurde. Durch das Angebot einer stricklosen Versteigerung konnten auch einzelne Züchter dazu gewonnen werden. Der durchschnittliche Versteigerungspreis von 1565 Euro sagt nicht viel aus, da sehr qualitätsbezogen eingekauft wurde. Die eine Jungkuh der Wertklasse 1 war einer Züchterin aus dem Allgäu 2800 Euro Versteigerungspreis wert. Kaspar Reiser aus Lenggries konnte diese geälpte Hurly- Tochter mit einem Tagesgemelk von 36 kg und einer Melkbarkeit von 2,5 kg pro Minute zum Verkauf anbieten. Ausreichende körperliche Substanz und ein gutes Exterieur beeinflussten den Preis zusätzlich. Versteigerer Michael Walser konnte auch bei den zehn Jungkühen der Wertklasse 2a reihenweise in den 2000 Euro Bereich hinaufzählen. Mit einem Zuschlagspreis von 1950 Euro blieben nur zwei 2a Jungkühe unter 2000 Euro. Im Mittel errechnete sich für diese zehn vorgezogenen Spitzenjungkühe ein Versteigerungspreis von 2125 Euro. In der Wertklasse 2 übersprangen noch vier Jungkühe die 2000 Euro Grenze. Es liegen jedoch Vermarktungserlöse zwischen 1400 und 2000 Euro um mindestens 400 Euro höher als erzielbare Schlachterlös für eine Fleckviehkuh. Es wurden aber auch 8 Jungkühe ersteigert, die weniger als 1100 Euro kosteten. Ansagen, unterdurchschnittliche Milchleistung und Melkbarkeiten unter 1,5 kg pro Minute waren dafür die Hauptursache. Ein breites Angebot lockt auch immer genügend Kaufwillige auf den Miesbacher Zuchtviehmarkt. Mit 35 angekauften Jungkühen geht über das Viehhandelsunternehmen Künen erneut wertvolle Fleckviehgenetik in die Beneluxstaaten. Weitere Jungkühe kommen in Südtirol auf dortige Zuchtbetriebe. Der nächste Großviehmarkt findet bereits in drei Wochen in der Oberlandhalle statt. Auch hier ist mit einem hohen Kaufinteresse zu rechnen.

 

113 Loferer Josef

Loferer Josef, Riedering

 

122 Lechner Robert

Lechner Robert, Sauerlach

 

145 Thalhammer Johann

Thalhammer Johann, Dietramszell

 

157 Estermann Konrad

Estermann Kontrad, Samerberg

 

174 Reiser Kaspar

Reiser Kaspar, Lenggries

 

214 Eberl Johann

Eberl Johann, Sauerlach

 

246 Moosegger GbR

Moosegger GbR, Raubling

 

Zur Marktanmeldung

 

Zuchtverband für obb. Alpenfleckvieh Miesbach e.V.
Zuchtverband 1
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